Um die Rechtsgültigkeit eines offiziellen Dokuments in einem fremden Land zu bestätigen, können die örtlichen Behörden eine Beglaubigung durch eine Apostille verlangen. Worin besteht dieser Akt der Beglaubigung? Welche Dokumente sind von der Apostille betroffen? Und welche besonderen Anforderungen gelten für China? Alphatrad gibt Ihnen Antworten.
Was ist ein Apostille-Verfahren?
Mit dem Apostille-Verfahren wird die Echtheit der Unterschrift, die Identität des Unterzeichners und das Siegel eines Rechtsdokuments bestätigt. Dieser Beglaubigungsprozess wird durch das Anbringen eines Stempels (genannt Apostille) erreicht.
Wann ist eine Apostille für China erforderlich?
Die Apostille kann von den örtlichen Behörden in mehreren Fällen verlangt werden, z. B.:
- beim Antrag auf ein Visum für China,
- bei einer Heirat oder Scheidung,
- für die Erlangung einer Arbeitsstelle in einem Unternehmen in China,
- für die Einschreibung an einer chinesischen Universität,
- zur Gründung eines Unternehmens oder einer Tochtergesellschaft in China,
- bei allen notwendigen Schritten im Zusammenhang mit einer Auswanderung nach China.
Eine Apostille für China kann also alle Arten von offiziellen Dokumenten betreffen: eine notarielle Urkunde, ein Scheidungsurteil, eine Geburtsurkunde, eine Heiratsurkunde oder andere Dokumente.
Je nach Art des zu beglaubigenden Dokuments können die chinesischen Behörden ein Authentifizierungsverfahren mit Apostille oder Legalisierung verlangen. Die Apostille ist ein schnelleres und einfacheres Verfahren als die Legalisation eines Dokuments. Letzteres beinhaltet die Beglaubigung des Dokuments durch einen Notar, die Authentifizierung durch das Außenministerium und die Legalisierung durch die Botschaft.
Darüber hinaus haben einige Länder internationale Abkommen geschlossen, die eine Befreiung von der Legalisation oder Apostille ermöglichen. Dies gilt insbesondere für die Länder der Europäischen Union.
Am 8. März 2023 kündigte China außerdem seinen Beitritt zum Apostille-Übereinkommen (das Haager Übereinkommen vom 5. Oktober 1961 zur Befreiung ausländischer öffentlicher Urkunden von der Legalisierungspflicht) an, der am 7. November 2023 wirksam sein soll. Dieser internationale Vertrag ersetzt die Pflicht zur Legalisierung des Dokuments durch die Ausstellung einer Apostille, einem vereinfachten und kostengünstigeren Verfahren.
→ Gut zu wissen: Die Regeln für Apostille und Legalisation können auch je nach der betreffenden Provinz in China variieren. Sie sollten sich daher direkt bei den örtlichen Behörden erkundigen, welche Authentifizierungsverfahren Sie durchführen müssen.
Wie erhalte ich eine Apostille für China?
Um eine Apostille für China zu beantragen, müssen Sie sich in der Regel an das Gericht wenden, in dessen Geschäftsbezirk das Dokument erstellt wurde. Jeder Mitgliedsstaat des Haager Übereinkommens legt selbst fest, welche öffentlichen Stellen für die Ausstellung der Apostille zuständig sind. Welche Behörden in jedem Land hierfür zuständig sind, können Sie auf der Webseite der Haager Konferenz prüfen. Auch die Kosten für die Ausstellung der Apostille sind von Land zu Land unterschiedlich.
Häufig verlangen die Länder, in denen ein Dokument anerkannt werden soll, eine beglaubigte Übersetzung des fremdsprachigen Dokuments. In diesem Fall muss die Apostille auf die übersetzte Urkunde ausgestellt werden, nicht auf das Originaldokument. Ob eine Übersetzung des Dokuments erforderlich ist, sollte am Besten im Voraus geprüft werden. Eventuell müssen Sie dann einen vereidigten Übersetzer bzw. ein anerkanntes Übersetzungsbüro einsetzen.
Unser Übersetzungsbüro kann im Rahmen des Apostille-Verfahrens die beglaubigte Übersetzung und die Einholung der Apostille für Sie übernehmen. Zögern Sie nicht uns zu kontaktieren, um mehr darüber zu erfahren.





